Alle Beiträge von Nina Joanna

2020 Leonberg

Kopf voran, Augen halb geöffnet

Im Kabinett: Barbara Rösch Papierskulpturen

8. November – 3. Januar 2020, Galerieverein Leonberg

Beim Aufbau und im Atelier bin ich vom SWR-Fernsehen für die Sendung „Kunscht!“ besucht worden. Der 4 einhalb-minütige Beitrag kann hier angeschaut werden:

https://www.swr.de/swr2/kunst-und-ausstellung/schwebende-wesen-aus-folie-atelierbesuch-bei-nina-joanna-bergold-100.html

Hier unser Video-Rundgang (8 min) mit einer Einführung von Clemens Ottnad:

Zu meinen Folienschnitten

Zu meinen Folienschnitten

Konstrukte. Die verschiedenen Zugänge unseres Körpers und unseres Bewusstseins zur Welt, die Einheit von Forscher und Erforschtem, die Unmöglichkeiten, die sich daraus ergeben – meine Folienschnitte kommentieren unsere verschiedenen und doch immer wieder gleichen Arten zu denken und Schlüsse zu ziehen. Häufig sind wir gefangen, kopflos, verstrickt, in unseren eigenen Denkmustern verhaftet und belagert von unseren eigenen Konstrukten, ohne sie als solche zu erkennen. Meine Figuren tasten, greifen, forschen, bewegen. Und landen doch oft wieder zurückgeworfen auf sich selbst.

Beobachtungen. Das Arbeiten mit den Figuren im Raum ermöglicht es mir, das Beobachten zum Thema der Beobachtung zu machen, das der Figuren und mein eigenes. Die Figur in der Installation ist abhängig und wird definiert durch unsere jeweiligen, sich beim Gehen verändernden Standpunkte. Die Figuren werden je nach Blickwinkel hin und hergeworfen vom Flächigen ins Räumliche und zurück, vom Nichts zum Etwas und wieder zum Nichts. So wie die Figuren zwiespältig erscheinen in ihrer (Nicht-)Körperlichkeit, ist mein eigenes Hinschauen zudem zwiegespalten, je nachdem, was ich betrachten will. Sehe ich das Material an sich oder eine (in das Material geschnittene) Gestalt? Die Figuren fühlen sich vertraut an, gleichzeitig bleiben sie durch die Künstlichkeit der Folie, die Durchbrüche und die im Raum ausgestreckte, zweidimensionale (Nicht-)Körperlichkeit fremd. Die Abhängigkeit der Figuren von mir als Betrachterin ist, genauso wie ihre ‚körperliche‘ Abhängigkeit von den Verbindungslinien der Teichfolie in den Raum, ein Bild dafür, wie festgelegt wir oft in unserem eigenen Denken sind – und wie abhängig von unserem eigenen Blickwinkel.

Vom Drucken her. Meine installativen Folienarbeiten haben ihren Ursprung im großformatigen Linolschnitt. Beim Versuch, die Linien und Flächen durch Überspringen des Druckens direkter und ‚körperlicher‘ – in eine eigenständige Arbeit zu übersetzen, entstanden zunächst annähernd zweidimensionale, großformatige Folien(Scheren-)schnitte. Im Umgang mit verschiedenen Folien und deren Eigenschaften entwickelten sich meine Arbeiten dann zunehmend in den Raum hinein. Einmal installiert, ermöglicht es das elastische Material der Arbeit, sich fast unmerklich und ohne mein weiteres Zutun mit der Zeit zu verändern und auch von innen heraus auf die Gegebenheiten im Raum zu reagieren. Die Arbeit passt sich im Laufe der Ausstellungszeit immer mehr an Luft- und Raumtemperatur an, dehnt sich stellenweise aus und zieht sich stellenweise zusammen. Die meisten Arbeiten sind mittlerweile im Hinblick auf ganz bestimmte Räume gemacht und brauchen diese Räume zu Ihrer Vollendung – Umraum und Installation der Arbeit vor Ort sind mir ebenso wichtig geworden wie das Schneiden an sich. Erst durch die vor Ort bei der Installation getroffenen Entscheidungen wird eine vollständige Arbeit aus dem, was vorher nur in der Fläche und im Ungefähren angelegt war.

2020 Winterthur

Zimmerecken

Gruppenausstellung in der Villa Flora, Winterthur (Schweiz)

Eröffnung am 3. Oktober 2020, Finissage am 30. Oktober 2020. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

https://www.villaflora.ch/zimmerecken

(Zitat website:) Zimmereckenauf dem Klavier und im Garten von kurios-fantastisch bis formal-konstruktiv

Die Ausstellung «Zimmerecken» vereint Objekte in und um Raumecken. Werke von Kunstschaffenden aus regionalem und überregionalem Raum interpretieren das Thema auf vielfältige Weise – in unterschiedlichen Techniken, Stilen und Perspektiven. Die facettenreichen Positionen laden dazu ein, um die Ecke zu denken. Aufgrund der Corona-Notlage wurde die Ausstellung in der Villa Flora von Juni auf Oktober verschoben. Die Daten werden so bald wie möglich festgelegt. Diese Online-Galerie gibt schon jetzt einen Einblick und präsentiert die teilnehmenden Kunstschaffenden mit ihren Werken. Die Auswahl wird kontinuierlich ergänzt.

2021 Leutkirch

2021: Vandalismus und Gravitation in Leutkirch

In der Ausstellung „Vandalismus und Gravitation“ werden meine Arbeiten den bildhauerischen Arbeiten von Claudia Strohm in dem geschichtsträchtigen Gotischen Haus in Leutkirch gegenübergestellt. Es sind 2 neue größere Installationen im Außenraum geplant. Die Ausstellung sollte ursprünglich im Mai 2020 in Leutkirch im Gotischen Haus eröffnet werden. Wegen der Corona-Einschränkungen wurde die Ausstellung um ein Jahr verschoben.

Folienschnitt: Netzschwimmer 2018

Netzschwimmer – 2018

Meine Folieninstallation „Netzschwimmer“ entstand für den Lichthof der Q-Galerie in Schorndorf.

Sie war außerdem Mittelpunkt meiner Einzelausstellung „Whale Songs“ 2019 in Linz am Rhein.

Zuletzt war sie 2020 zu sehen als Teil der Gruppenausstellung „Was meinen Sie, Frau Hoffmann“ in der Galerie ABTART, Stuttgart.